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Ladies in Black Aachen VS VC Wiesbaden

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Auswärtsspiel vs Do 01.01. | 00:00

Spieltag 15 2022/23 - Heimspiel

Ergebnis 1:3 (19:25, 13:25, 25:15, 32:34)

Vorbericht Potsdam in Aachen Teil II SC Potsdam gibt zum zweiten Mal seine Visitenkarte in Aachen ab

Tabellenführer zwischen zwei Champions League Begegnungen im Hexenkessel

Aachen. Wieder einmal ist am Samstag ab 19:00 Uhr Hochspannung angesagt. Der SC Potsdam gibt zum zweiten Mal in dieser Saison seine Visitenkarte in Aachen ab. Die Favoritenrolle ist auch diesmal klar vergeben.

In den vergangenen Jahren haben sich die Potsdamerinnen stetig zu einer Topadresse der deutschen Volleyball Bundesliga entwickelt. Auch die aktuelle Tabelle stellt das klar unter Beweis. Zu den traditionellen Topteams aus Schwerin und Dresden hat sich bereits seit längerem Stuttgart gesellt, und an den Brandenburgerinnen um Guillermo Naranjo Hernández führt inzwischen kaum ein Weg vorbei.

Das hat gleich zu Beginn der Saison der Allianz MTV Stuttgart schmerzlich vor der Rekordkulisse von 6.000 Zuschauern im Supercup erfahren, als sich der SC Potsdam diesen ersten Titel der Saison sicherte.

Nur dem SSC Palmberg Schwerin gelang es bisher gegen Potsdam einen Sieg einzufahren.

Somit sind die Rollen am Wochenende in Aachen klar verteilt. Die Ladies in Black sind gleichwohl nicht chancenlos. Mit dem klaren 3:0 vom vergangenen Wochenende, einem sehr guten Auftritt gegen den SSC Palmberg Schwerin nur eine Woche zuvor und vor allem dem umkämpften Pokalhalbfinale gegen den SC Potsdam im Rücken besteht durchaus Grund zum Optimismus.

Die Aachenerinnen werden jedenfalls in ihrem Wohnzimmer und mit dem Hexenkessel im Rücken eine Neuauflage des Pokalspiels versuchen und All-In gehen. Die Unterstützung der Fans ist ihnen sicher und in dieser Partie können sie ohne Druck frei aufspielen.

Ob es ein Wiedersehen mit Laura Emonts geben wird, bleibt abzuwarten. Zuletzt spielte die ehemalige Lady in Black zum Jahreswechsel zu Hause gegen Schwerin.

Tickets für das Highlight in der Halle an der Neuköllner Straße gibt es sowohl im Online-Ticketshop und den bekannten Vorverkaufsstellen. Auch die Abendkasse, die mit der Halle um 17:30 öffnet, hält Tickets für den spontan entschlossenen Zuschauer bereit.

Der 100. Gast im Hexenkessel wird wieder mit Fanschal und Minivolleyball des Co-Sponsors Emerson und dem dazu gehörigen Erinnerungsfoto begrüßt.

Für alle, die das Spiel am heimischen Bildschirm verfolgen werden, gibt es den Live-Stream mit dem gewohnten Kommentatoren Duo auf Sport1extra.

Text: Ladies in Black Aachen// Olaf Lindner
Fotos: Ladies in Black Aachen// Andreas Steindl

Nachbericht Spannung pur aber keine Punkte Spiel und Stimmung waren Werbung für den Deutschen Volleyball.

Aachen ohne Punkte aber mit begeisterten Fans

Aachen. Beim 1:3 (19:25, 13:25, 25:15, 32:34) gegen Tabellenführer SC Potsdam gehen die Ladies in Black und ihre Fans durch ein Wechselbad der Gefühle, geben alles und können sich am Ende doch nur mit einem Satzgewinn belohnen. Spiel und Stimmung waren Werbung für den Deutschen Volleyball.

Schon im ersten Satz legten die Gäste aus Brandenburg richtig los. Bereits der erste Aufschlag plumpste als Netzroller ins Aachener Feld. Im Anschluss hielt Potsdam die Ladies in Black nahezu konstant mit fünf Punkten auf Abstand und der Satzgewinn ging auch in der Höhe in Ordnung.

Satz zwei begann praktisch gleich, Aachen kämpfte, konnte aber nicht mit der gleichen Konsequenz punkten, wie die Gäste. Im Ergebnis reagierten die Aachenerinnen mehr, als dass sie das Spiel mitbestimmen konnten. Der Satz ging noch deutlicher und mit 13:25 auch in der Höhe richtig an die Potsdamerinnen.

Das änderte sich im dritten Durchgang sehr deutlich. Die Gastgeberinnen stellten ihre Qualität unter Beweis und drückten nun ihrerseits dem Spiel ihren Stempel auf. Die mehr als 1.100 Zuschauer, die schon für richtig gute Stimmung sorgten, wurden zu Höchstleistungen angespornt und es wurde emotional auf und neben dem Spielfeld.

Mit 25:15 holten sich die Kaiserstädterinnen den Satz verdient nach Hause und witterten Morgenluft als es in den vierten Teil dieses spannend unterhaltsamen Abends ging. Und der hatte es in sich.

Aachens Dauereinsatz hatte Kraft gekostet. Der Satzgewinn hatte aber auch bei den Gästen aus Potsdam Spuren hinterlassen. Profitieren konnten davon die Zuschauer – die Spannung hätte nicht größer sein können. Der Satz war umkämpft. Die Trainerbänke waren emotional mindestens so engagiert wie ihre Spielerinnen, und der Aachener Hexenkessel war so richtig auf Betriebstemperatur.

Und es ging noch heißer! Lange Ballwechsel im letzten Drittel sind der Stimmung sowieso zuträglich. Wenn sie dann auch noch vom Heimteam erfolgreich zu Ende gebracht werden, gibt das weiteren Auftrieb. Und wenn dann die Ladies in Black einen Rückstand von vier Punkten in der Crunchtime aufholen, wird der Aachener Hexenkessel zum Tollhaus.

Potsdam hatte bereits vier Matchbälle erspielt, die Aachen abfing. Das Publikum legte nochmal eine Schippe drauf. Mit einem Ass holte Hilary How einen Satzball für Aachen, den wiederum Potsdam abfing. Und damit die Dramaturgie noch gesteigert wurde fighteten beide Teams weiter und der Satz war erst beim Spielstand von 32:34 entschieden, nachdem Aachen dreimal ganz dicht am Tiebreak kratzen konnte.

Der Sieg Potsdams ging unterm Strich in Ordnung. Einig waren sich alle, dass Aachen einen Punkt verdient hätte. Die Partie war auf jeden Fall Werbung für den Volleyball auf die beste denkbare Weise. Das Aachener Publikum feierte seine Ladies mit „Super Aachen“ dann auch minutenlang. Beide Teams bekamen am Ende lauten Applaus für diesen wunderbaren Abend.

Als wertvollste Spielerinnen wurden Jana Franziska Poll für Aachen und Fleur Savelkoel für die Gäste aus Potsdam geehrt.

Aachen nimmt den Schwung nun mit in das Auswärtsspiel am kommenden Wochenende beim VC Neuwied, welches als Fernsehspiel im FreeTV übertragen wird und deshalb in Koblenz stattfindet.

Text: Ladies in Black Aachen// Olaf Lindner
Foto: Ladies in Black Aachen// Ulli Mühlhoff

Bildergalerie

Tabelle

Platz Verein Spiele Punkte
1 SSC Palmberg Schwerin 18 45
2 Allianz MTV Stuttgart 18 43
3 Dresdner SC 18 36
4 SC Potsdam 18 29
5 VfB Suhl LOTTO Thüringen 18 27
6 VC Wiesbaden 18 23
7 USC Münster 18 19
8 Rote Raben Vilsbiburg 18 17
9 Ladies in Black Aachen 18 16
10 VC Neuwied 77 18 0