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2:3 Rote Raben Vilsbiburg VS Ladies in Black Aachen

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Heimspiel Ladies in Black Aachen vs USC Münster Samstag 30.10. | 18:00

Playoff Viertelfinale 2018/19 Dresden

Ergebnis: 3:2 (22:25, 25:23, 25:21, 18:25, 15:10)

Vorbericht Ladies in Black starten beim Dresdner SC in die Playoffs Favorit Dresden nicht unschlagbar – ist ein Weiterkommen möglich?

Zum dritten Mal in dieser Saison treffen die Ladies in Black am Samstag, 30.03. ab 18:30 Uhr auf die Damen des Dresdner SC, die als Drittplatzierte in die Playoffs mit Heimvorteil starten und natürlich auch als Favoriten. Immerhin steht der DSC für fünf Meistertitel und fünf Pokalsiege. Sogar einen Challenge-Cup Sieg können die Sächsinnen vorweisen.

Auch die Aachenerinnen haben in der Vergangenheit Dresden als Spitzenteam kennengelernt. Die Statistik schlägt zu Gunsten der Dresdnerinnen deutlich aus.

Doch auch die Ladies in Black haben sich weiterentwickelt. Sind selbstbewusst und angriffslustig und können mit ihrem schnellen Spiel auch große Teams ärgern. Den Schützlingen von Saskia van Hintum gelang das beim letzten Auswärtsspiel in Dresden mit einem 3:2 Sieg sogar eindrucksvoll.

Auch in den Rankings liegen beide Teams nicht sehr weit auseinander. Beispielsweise erzielte der DSC in der Hauptrunde 19 Aufschlagpunkte mehr. Die Erfolgsquote der Aufschläge liegt aber nur 0,3% auseinander und bei der Quote der Aufschläge mit Wirkung liegen die Ladies in Black 7% vorn (Quelle MVP & Rankings der VBL).

In Angriff und Block liegt der DSC leicht in Front. In der Quote der perfekten oder guten Annahme sind wieder die Ladies in Black das bessere Team.

Es ist also nachvollziehbar, wenn Kapitänin Lisa Gründing im Interview mit der Aachener Zeitung vom vergangenen Montag sagt: „In der Hauptrunde haben wir in Dresden gewonnen und haben auch jetzt unsere Chance. Wir wollen unbedingt ins Halbfinale kommen“.

Natürlich werden auch wieder Fans der Ladies in Black vor Ort sein. Und die Vorbereitungen auf das Heimspiel am kommenden Mittwoch, 03.04. ab 19:30 Uhr in der Steengoed Arena von Maaseik laufen auf vollen Touren.

Mit einem gut gefüllten, stimmungsvollen Volleyballtempel können auch die Fans der Ladies in Black das Ihre zum Erfolg beitragen. Alle wichtigen Informationen zum Heimspiel und Tickets sowie Anreisemöglichkeiten finden Sie auf der Homepage und der Facebookseite der Ladies in Black. Sporttotal.TV und die Organisatoren der technischen Ausstattung der Ladies in Black arbeiten noch an einer Alternative zum gewohnten Livestream aus Maaseik. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte sich sein Ticket sichern und live vor Ort dabei sein!

Für das Hinspiel am Samstag, 30.03. steht der Livestream von Sporttotal.TV jedoch wie gewohnt zur Verfügung. Auch der VBL-Liveticker bietet die Spielstände zur Beobachtung an.

Text: Ladies in Black Aachen\\ Olaf Lindner
Foto: Ladies in Black Aachen\\ Andreas Steindl

Nachbericht Eine Sensation? Nein, keineswegs!

Die Ladies in Black Aachen schlagen im ersten Play-off-Viertelfinale den Favoriten Dresdner SC in eigener Halle und können bereits am Mittwoch den Einzug ins Halbfinale perfekt machen

Und weil es so schön war, lesen Sie hier den Spielbericht unseres Medienpartners Aachener Zeitung/ Aachener Nachrichten, mit einem großen Dankeschön an die Sportredaktion und Roman Sobierajski!

Dresden Mareen von Römer, Zuspielerin des Volleyball-Bundesligisten Dresdner SC, fand klare Worte für das, was sich da gerade in 118 Spielminuten vor 2927 Zuschauern abgespielt hatte. „Es kotzt mich an, dass wir verloren haben“, gab die 32-Jährige zu Protokoll, nachdem die Ladies in Black Aachen das erste von maximal drei Viertelfinalspielen in den Play-offs für sich entschieden hatte. Doch es lag nicht daran, dass es „im Angriff und in der Ideengestaltung im Zuspiel“ bei den Gastgeberinnen haperte und die Aachener Spielerinnen deshalb mit 3:2 (22:25, 25:23, 25:21, 18:25, 15:10) als Siegerinnen vom Feld gingen. Es war schlicht so, dass sich die bessere Mannschaft durchgesetzt hatte, das Team mit mehr Biss, mehr Herzblut, mehr Leidenschaft.

„Dresden hatte wohl nicht damit gerechnet, dass da eine Mannschaft auf Augenhöhe auf der anderen Seite des Netzes stehen würde“, sah Diagonalangreiferin Maja Storck auch das überraschende Moment auf Seiten der Aachenerinnen. Die Ladies agierten tatsächlich auf dem Niveau des DSC, und der erste Satz ging nur an den Hauptrunden-Dritten, weil die Aachenerinnen es ein ums andere Mal versäumten, den Ball in der gegnerischen Hälfte unterzubringen. „Diagonalangreiferin Taylor Agost war in den letzten Wochen eine eminent wichtige Spielerin für uns, darauf hatte sich Dresden supergut vorbereitet“, sah auch Co-Trainer Erik Reitsma das Manko. Und Aachens Trainerin Saskia van Hintum handelte, und der Doppelwechsel auf Zuspiel/Diagonal brachte die Wende, auch wenn es im zweiten Durchgang ganz und gar nicht danach aussah: Dresden hatte zur zweiten technischen Auszeit einen mehr als komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung. Eigentlich unmöglich zu drehen, eigentlich.

Denn gestützt auf die starke Feldabwehr um Libera Kirsten Knip raubten auch Aachens Blockerinnen den gegnerischen Außenangreiferinnen zusehends das Selbstvertrauen, und Dresden verlegte sich mehr und mehr auf Hinterfeldangriffe durch die Mitte. „Davon waren wir anfangs ein wenig überrascht, und Topmannschaften können die Attacke aus dem Hinterfeld durchaus aus guter Vorbereitung einsetzen“, räumte Reitsma ein. „Aber generell sind sie nicht so effektiv.“

Und so holten die Aachenerinnen doch noch Punkt um Punkt auf, die Schweizerin Maja Storck, die als Hauptangreiferin eingewechselt worden war, hatte einen Sahnetag erwischt und versenkte sogar Notbälle in der gegnerischen Hälfte. Dresdens Coach Alex Waibl hatte beim Stand von 19:15 für sein Team schon beide Auszeiten genommen, zu drehen war aber nichts mehr: Bei 21:21 war der Ausgleich geschafft, und es passt ins Bild, dass ein Aachener Killblock zum Satzausgleich führte.

„Im Tiebreak haben wir Dresden kein Pardon mehr gegeben.“
Maja Storck, Angreiferin der Ladies in Black

Psychologischer Knacks

Damit hatte Dresden sich zugleich auch einen psychologischen Knacks eingefangen, suchte Lösungen – fand aber keine. Die Dresdnerinnen rannten im gesamten dritten Satz einem Rückstand hinterher, kamen bei 19:18 auch bis auf einen Punkt heran, doch entscheidend war erneut der Biss und der Ehrgeiz, mit dem die Ladies diesen Sieg unbedingt wollten. „Im vierten Satz haben wir dann nur ein wenig nachgelassen, das reicht einer Mannschaft wie Dresden“, begründete Saskia van Hintum den klaren Satzverlust. „Im Tiebreak haben wir wieder die Geduld gezeigt, die uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat.“

Die Aachenerinnen verteidigten mit Leidenschaft ihren knappen Vorsprung, konnten sich in der entscheidenden Phase absetzen und ein Eigenfehler der Dresdnerinnen brachte die Entscheidung. „Im Tiebreak haben wir Dresden kein Pardon mehr gegeben“, lautete das selbstbewusste Statement von Maja Storck. „Und das Rückspiel wird ein noch größerer Fight werden.“

Text: Aachener Zeitung\\ Roman Sobierajski

Bildergalerie

Tabelle

Platz Verein Spiele Punkte
1 Allianz MTV Stuttgart 4 12
2 SC Potsdam 4 11
3 Ladies in Black Aachen 4 8
4 VfB Suhl LOTTO Thüringen 4 7
5 USC Münster 4 7
6 Rote Raben Vilsbiburg 4 7
7 VC Wiesbaden 4 5
8 Dresdner SC 4 5
9 Schwarz-Weiß Erfurt 4 4
10 SSC Palmberg Schwerin 4 3
11 NawaRo Straubing 4 3
12 VC Neuwied 77 4 0